Emotionales Finale der World Winter Games 2017

Mitreißende Worte von Arnold Schwarzenegger und ein gigantisches Feuerwerk am Grazer Himmel bildeten Freitagabend den Ausklang der offiziellen Schlussfeier der Special Olympics World Winter Games 2017.  Und es war ein mehr als würdiges Finale einer Veranstaltung, die die Herzen der Menschen im Sturm erobert und berührt hat. Der große Showdown im Liebenauer Stadion wurde - wie schon das Opening im Schladminger Planai Stadion - getragen von viel positiver Energie.

Abermals wollten mehr als 15.000 Menschen dabei sein, daher musste noch am Donnerstag, aufgrund der immensen Nachfrage, ein zusätzlicher Sektor bereitgestellt werden. Die etwa eineinhalbstündige Show bot einen gekonnten Mix aus traditionell steirischen Elementen und schwungvollen Tanz- sowie Akrobatik-Darbietungen mit internationalem Touch, beispielsweise von Artisten des Cirque du Soleil oder Tanzweltmeister Louis van Amstel. Die Stimmung? Gleich nach wenigen Minuten rollte die erste Welle durch das Stadion.

Musikalisch gab es durchwegs bekannte Gesichter von der Eröffnungsfeier zu sehen: Rose May Alaba performte einmal mehr den Coca-Cola Unified Song „Can you feel it“ und als Helene Fischer die Bühne betrat und zum zweiten Mal bei den World Winter Games die offizielle Hymne „Fighter“ intonierte, hatte die Stimmung ihren ersten emotionalen Höhepunkt erreicht. Special-Olympics-Österreich-Präsident Jürgen Winter überreichte im Anschluss daran die Special-Olympics-Flagge an die Gastgeberstadt der nächsten (Sommer-)Spiele: Abu Dhabi. Die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate lieferte dann auch gleich einen imposanten Vorgeschmack auf das, worauf man sich im Jahr 2019 freuen darf.

 Das Tanz-Ensemble „Ich bin O.K.“ mit Hauptprotagonistin Maria Naber bezauberte das Publikum ebenso wie schon bei der Eröffnungsfeier. Vor allem aber Volks Rock’n`Roller Andreas Gabalier, dem sie vor seinem unplugged-Auftritt - er sang den Titel „Steirerland“ - ein leuchtendes Herz als Symbol der Spiele übergab. Die Flamme der Hoffnung stand im Mittelpunkt der Ansprache von Siegfried Nagl, Bürgermeister der Stadt Graz. Die Quintessenz: „The flame might be gone, but the fire is still burning“ sollte daran erinnern, dass der Impuls der Weltwinterspiele nicht nach deren Ende wieder erlöschen darf.

Die 13-jährige Grace VanderWaal, die im Jahr 2016 die US-Castingshow „America’s Got Talent“ gewann, begeisterte im finalen Showdown mit ihren beiden selbst geschriebenen Songs „I don’t know my name“ und „Light the sky“, ehe sie dem Ehrenpräsidenten von Special Olympics Österreich, Arnold Schwarzenegger, die Bühne überließ. Der Hollywoodstar und ehemalige Governor Kaliforniens sagte: „Ich bin glücklich wieder hier in meiner Heimat zu sein und sehr stolz. Denn das sind die besten und größten Spiele in der Geschichte von Special Olympics.“ Zu den Athleten meinte er: „Ihr seid die allergrößten Athleten der Welt. Ich bin nie glücklicher als wenn ich mit euch Zeit verbringen und von euch lernen kann.“

 „Heartbeat for the world“, unter diesem Motto fanden von 14. bis 25. März 2017 die 11. Special Olympics World Winter Games, die Weltwinterspiele für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, statt. Über 2600 Athleten aus 105 Nationen, dazu 1.100 Trainer, 5000 Familienmitglieder, 3000 Volunteers und 600 Medienvertreter tummelten sich an den Austragungsstätten in Graz, Schladming und Ramsau am Dachstein. An acht Bewerbstagen gab es rund 1000 Medaillenentscheidungen.

Generell waren die Weltwinterspiele Initialzündung für eine neue Kultur der Begegnung, die vor allem durch Offenheit, Herzlichkeit und einem Mit-  statt Gegeneinander geprägt war.

Beeindruckend war überdies die Begeisterung bei Fans und Zuschauern, die bereits vor dem eigentlichen Beginn der sportlichen Bewerbe mittels des Torch Runs durch ganz Österreich und eines äußerst couragiert umgesetzten Host Town Programms entfacht wurde. Zusätzliche Faktoren, weshalb sowohl den Sportbewerben, als auch den Siegerehrungen tagtäglich tausende Menschen beiwohnten und vor Ort für Volksfeststimmung und Gänsehaut-Momente sorgten.

Und noch eine schöne Nachricht gibt es zu vermelden: Bis auf einige harmlose Verletzungen gingen die Spiele absolut reibungs- und komplikationslos über die Bühne.

Statements:  

Jürgen Winter, Präsident SOWWG 2017: „Die Special Olympics World Winter Games 2017 waren Spiele der Superlative, bei denen Österreich zeigen konnte wie herzlich Menschen und Kultur sind. Für die Zukunft gilt es diese Trägerrakete der Weltwinterspiele im Sinne der Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung zu nutzen und damit einen weiteren Schritt in Richtung  Veränderung der Gesellschaft zu gehen.“

Marc Angelini, Geschäftsführer Special Olympics Österreich: „Ich war bei 13 Weltspielen in diversen Funktionen dabei und ich weiß durchaus was gut und nicht gut sein kann. Doch wenn man während der gesamten Spiele nur sechs Anrufe bekommt, wo etwas zu richten ist, dann spricht das für sich. Wenn man von Coca-Cola Boss Mutar Kent hört, es war für ihn ein absolutes Erlebnis, der Event schlechthin, dann spricht das für sich. Wenn man von allen Athleten und Trainern von Lob überschüttet wird, nur in strahlende Gesichter blickt, die Freude und einzigartige Stimmung erlebt, dann spricht das erst recht für sich. Das gesamte Team hat etwas Unfassbares und Gigantisches geschafft. Vor allem haben wir ein starkes Signal gesetzt in Richtung Sport, Menschlichkeit und Zusammenhalt über alle Grenzen hinaus. Das größte Lob gebührt den tausenden freiwilligen Helfern, die das Rückgrat der Veranstaltung gebildet haben.“

Markus Pichler, Geschäftsführer SOWWG 2017: „Unser Ziel, die Botschaft der Special Olympics in die Gesellschaft hineinzutragen, haben wir eindeutig erreicht. Wir haben bewiesen was Inklusion bedeutet, wie sie funktionieren kann und was die Leute imstande sind zu leisten. Das ist der absolute Mehrwert der Weltwinterspiele. Der Funke ist einfach auf die Menschen übergesprungen, die Leute reden darüber und beschäftigen sich damit. Das Thema ist nun in den Köpfen präsent - da wird in Zukunft nachhaltig noch viel passieren. Organisatorisch haben wir unter Beweis gestellt, dass Österreich ein großartiges Veranstalterland ist. Jemand hat zu mir gesagt: Eine solche Professionalität gepaart mit Herzlichkeit ist einzigartig – dieses wundervolle Lob gebührt allen Beteiligten.“

Fotos von der Schlussfeier finden Sie unter folgendem Link: https://www.flickr.com/photos/sowwg2017/albums/72157679359321982

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