Noch ein Jahr bis zu den Special Olympics World Winter Games 2017!

Der Countdown ist eingeläutet! In exakt einem Jahr finden in Graz, Schladming und Ramsau die Special Olympics World Winter Games 2017, die Weltwinterspiele für intellektuell beeinträchtigte Menschen, statt. Mehr als 3.000 Athleten aus mehr als 100 Nationen werden nach Österreich kommen und in neun Sportarten um Medaillen kämpfen. Die Pre-Games im heurigen Jänner haben erste Eindrücke geliefert, welch riesiges Ereignis in unserem Land über die Bühne gehen wird. Allein die Daten und Fakten sprechen für sich: Neben den 3.000 Athleten aus etwa 110 Nationen werden noch rund 5.000 Familienmitglieder, knapp 1.100 Trainer und Betreuer, etwa 1.000 Medienvertreter, 3.000 Volunteers sowie 2.000 Ehrengäste und Kongressteilnehmer erwartet. Alles in allem kann man also mit 15.000 Personen rechnen, die im März 2017 aufgrund der Special Olympics World Winter Games in die Steiermark kommen werden.

„Wir haben die Pre-Games 2016 ausführlich analysiert und werden nun für die Vorbereitung die richtigen Schlüsse ziehen. Ein Jahr hört sich lange an, aber die Zeit wird sehr schnell vergehen und plötzlich werden die Spiele vor der Türe stehen“, wissen die beiden Austria2017-Geschäftsführer Marc Angelini und Markus Pichler. Daher wird auch in jedem Bereich bereits auf Hochtouren gearbeitet und vorbereitet. „Wir verfolgen ein hochgestecktes Ziel und wollen die besten Weltwinterspiele veranstalten. Das Vertrauen, das wir von Special Olympics International bekommen haben, ist riesengroß und das wollen wir natürlich rechtfertigen. Der Herzschlag für die Welt – unser Motto für die Spiele 2017 – soll nicht nur in der Steiermark und in Österreich, sondern auf der ganzen Welt spürbar sein“, betont Hermann Kröll, Präsident von Special Olympics Österreich und der Spiele 2017.

Es wird mit Sicherheit eine der größten Sportveranstaltungen, die jemals in unserem Land ausgetragen wurde. In den nächsten Monaten gilt es für das Organisationskomitee nun vor allem auch darum, in Zusammenarbeit mit Sponsoren und Partnern, den zahlreichen Freiwilligen und den Medien, die Öffentlichkeit auf die Weltspiele einzustellen. Dabei helfen auch viele prominente Botschafter wie etwa die Skistars Marcel Hirscher, Hans Knauss oder Michael Tritscher sowie Schauspieler August Schmölzer. Ein weiterer Sportheld wird in Zukunft Botschaftertätigkeiten übernehmen: Mario Stecher, der zweifache Olympiasieger in der Nordischen Kombination, unterstützt die Special Olympics Weltwinterspiele 2017 sehr gerne. Der 38-Jährige Steirer, den vor allem mit der Ramsau große Erfolge verbinden (WM-Silber 1999, fünf Stockerlplätze im Weltcup, davon zwei Siege), hat eine eindrucksvolle Karriere hinter sich und dabei alle Facetten des Sports kennengelernt: „Sport kennt keine Grenzen! Er steht für Gleichheit, Respekt und Akzeptanz.“

 

Neun Sportarten in drei Regionen

Graz, Schladming und Ramsau – sie werden im März 2017 in den Fokus der Sportwelt rücken. Einen ersten Vorgeschmack gab es bei den Pre-Games im Jänner, die Weltwinterspiele 2017 werden natürlich ungleich größer, die Organisation wird dementsprechend aufwendiger. In Schladming und Ramsau bleiben die Schauplätze der sportlichen Wettbewerbe gleich, in Graz werden vor allem das Messe-Areal und die Stadthalle ein richtiges „Olympisches Zentrum“, auch die bis dahin neu sanierte Eishalle Liebenau wird eine perfekte Austragungsstätte sein.

 

Die Sportarten und Venues im Überblick

Floor Hockey, Floorball und Stocksport (Graz, Stadthalle & Halle A)
Eiskunstlauf und Eisschnelllauf (Graz, Eishalle Liebenau)
Ski Alpin und Snowboard (Schladming, Piste 32)
Schneeschuhlauf und Ski Nordisch (Ramsau, WM-Stadion)

 

Fackellauf und Host-Town-Programm

Auch wenn die tatsächlichen Spiele am 18. März mit einer großen Eröffnungsfeier in Schladming (WM-Stadion Planai) starten werden, werfen sie doch schon einige Tage davor ihre Schatten voraus. Bereits am 2. März 2017 wird das Olympische Feuer in Athen entzündet, von dort wird es anschließend nach Österreich gebracht. Eine Woche später beginnt der traditionelle Fackellauf in Bregenz, bis zum Eröffnungstag am 18. März wird die „Flamme der Hoffnung“, das bedeutendste Symbol für Special Olympics, durch ganz Österreich getragen – und zwar von einem Läuferteam, das aus rund 100 ausländischen und heimischen Polizisten sowie Special-Olympics-Athleten besteht. Die Strecke steht im Prinzip fest, wird in den nächsten Monaten aber noch genauer definiert, wie Adi Reiter, Head of Torch Run, betont: „Wir werden in den zehn Tagen insgesamt 49 Städte besuchen und somit veranschaulichen, dass die World Winter Games nicht nur eine Angelegenheit von Graz, Schladming und Ramsau sind, sondern ganz Österreich miteinbezogen werden soll.“

Die exakte Route wird wie gesagt noch festgelegt, an folgenden Tagen wird die „Flamme der Hoffnung“ aber in diesen Bundesländern zu bewundern sein:

9. März 2017: Vorarlberg
10. März 2017: Tirol
11. März 2017: Salzburg
12. März 2017: Oberösterreich
13. März 2017: Niederösterreich
14. März 2017: Wien
15. März 2017: Burgenland
16. März 2017: Kärnten
17. und 18. März 2017: Steiermark

 

 

Vor der Eröffnung der Weltwinterspiele wird auch bereits das Host-Town-Programm absolviert werden (vom 14. bis 16. März 2017). Die internationalen Delegationen werden dabei auf ganz Österreich aufgeteilt – von Vorarlberg bis Burgenland. Die Organisation und Koordination dafür ist voll im Gange, mit Stand vom 1. März 2016 wurden bereits 21 Delegationen in den verschiedensten Regionen untergebracht. Eine wesentliche Rolle im Host-Town-Programm spielen dabei die Rotary Clubs Österreichs, denn sie und/oder die Gemeinden selbst übernehmen die Kosten, die durch die Aufenthalte der Athleten und Betreuer in den Regionen entstehen.

Die Betreuung der Teilnehmer durch eine Vielzahl unterschiedlicher Rotary Clubs aus allen neun Bundesländern bedeutet für beide Seiten eine menschliche Win-Win-Situation: Rotary verschafft Menschen aus fünf Kontinenten die Möglichkeit, Österreich von seinen schönsten Seiten kennenzulernen, die Gäste bekommen dafür einen Einblick in Kultur, Tradition und Natur unseres Landes. Und auch das Erleben der Gastfreundschaft soll diesen Menschen dabei ermöglicht werden.

„Derzeit sind österreichweit bereits rund 50 Rotary Clubs von Bregenz bis Wien sowie von Weitra bis Bad Kleinkirchheim fix am Host-Town-Programm beteiligt, wobei schon heute eine Anzahl von 850 Sportlern einem Gastgeber-Club zugewiesen werden konnte“, erklärt Assistant Governor Laurenz Maresch, „wir hoffen in den kommenden Wochen auf die Teilnahme weiterer Clubs, um die Zahl auf über 1.000 Athleten steigern zu können.“ Ein Serviceclub wie Rotary bezeichnet die Teilnahme am Host-Town Programm als klassisches „Hands-on Projekt“, das heißt, dass die Mitglieder durch ihr aktives Handeln und Zutun zum Gelingen des Projektes beitragen. Einige Clubs haben bereits jetzt Kontakt zu den rotarischen Distriktsgovernors jener Länder, die sie hosten werden, aufgenommen. Dem rotarischen Grundgedanken der grenzüberschreitenden Kommunikation und Kooperation zur friedensbringenden Völkerverständigung wird damit Rechnung getragen.

 

Schulprogramm

Ähnlich wie beim Host-Town-Programm ist auch das Schulprogramm „Cool School“ für die Spiele 2017 voll angelaufen. Einige Schulen haben bereits Patenschaften übernommen oder stellen Volunteers ab, durch spezielle Kooperationen mit den Landesschulräten sollen in den nächsten Monaten noch viele weitere Schulen dafür gewonnen werden. Das hochgesteckte Ziel lautet: 3.000 Sportler – 3.000 Klassen! Für jeden Athleten sollte eine Klasse gefunden werden, die eine Patenschaft übernimmt, sich bereits im Vorfeld mit dem Athleten zusammenschließt und ihn dann auch vor Ort bei den Spielen besucht, anfeuert und unterstützt.

Infos zum Schulprogramm: http://www.austria2017.org/de/mach-mit/schulprojekte



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