WIR sind jetzt Special Olympics!

Offizielle Flagge von Special Olympics an Graz, Schladming und Ramsau übergeben!

Die Welt freut sich auf die World Winter Games im März 2017!

 

 

Von Amerika nach Österreich: Die Special Olympics World Summer Games 2015 in Los Angeles gingen heute mit einer wunderschönen, emotionalen Schlussfeier zu Ende. Nun sind WIR Special Olympics – Österreich, genauer gesagt die Steiermark mit Graz, Schladming und Ramsau! Aus den Händen von Mark Ridley Thomas (Los Angeles County Supervisor) erhielt Präsident Hermann Kröll die Special-Olympics-Flagge und übergab diese an die Österreich-Vertreter Ulrike Ritzinger (Generalkonsulin) und Hermann Krist (Nationalratsabgeordneter). Von dort ging sie über den Steiermark-Vertreter Landesrat Christian Buchmann zu Sportstadtrat Kurt Hohensinner und Bürgermeister Jürgen Winter, die für die Austragungsstädte Graz, Schladming und Ramsau stehen. Am Schluss erhielten die Special-Olympics-Athleten die offizielle Flagge – ein Zeichen, wer im März 2017 im Mittelpunkt stehen soll: nämlich die Sportlerinnen und Sportler.

 

Ab jetzt konzentriert sich die große Special-Olympics-Bewegung auf Österreich. Graz, Schladming und Ramsau werden vom 14. bis 25. März 2017 die World Winter Games austragen. Als erstes Land außerhalb Amerikas darf Österreich zum zweiten Mal nach 1993 die Weltwinterspiele für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung organisieren. Es wird eine riesengroße Herausforderung, gleichzeitig aber auch eine wunderschöne Aufgabe für das gesamte Organisationskomitee. „Die Fahnenübergabe war der endgültige Startschuss für uns. Nun muss es uns gelingen, durch die tollen Leistungen der Sportler in Los Angeles und durch die zahlreiche positive Berichterstattung in den heimischen Medien noch Sponsoren und Partner zu finden, um die Weltwinterspiele in weniger als 20 Monaten ähnlich erfolgreich abhalten zu können“, erklärt Präsident Kröll.

 

Gemeinsam mit dem OK-Team der Spiele 2017 hat er sich viele Dinge vor Ort abschauen können, zudem wurden einige Gespräche mit wichtigen Vertretern von Special Olympics International geführt. Nun gilt es die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und mit voller Energie und Motivation weiterzuarbeiten. „In vielen Bereichen können und wollen wir die hohe Latte, die uns die Amerikaner gelegt haben, gar nicht überspringen. In vielen anderen Bereichen glauben wir aber, dass wir mindestens gleich gut sind“, ist Kröll zuversichtlich und verspricht, „ich bin überzeugt davon, dass wir mit unserem hervorragenden Team sehr gute, herzliche Spiele nach österreichisch-steirischer Art veranstalten werden, die dem Level der internationalen Ansprüche sicherlich gerecht werden.“

 

So sieht es auch Markus Pichler, Geschäftsführer der Weltwinterspiele 2017. Gemeinsam mit seinem OK-Team hat er sich in den letzten Tagen ein umfangreiches Bild von den Games in Los Angeles gemacht: „Wir haben viele positive Dinge gesehen, aber auch ein paar negative. Alles in allem wurde ich in meinem Glauben bestätigt, dass enorm viel Arbeit auf uns zukommt. Wenn wir allerdings alle gemeinsam an einem Strang ziehen, werden wir die riesengroße Herausforderung sicher schaffen.“

 

Eine wichtige Rolle in der gesamten Vorbereitung wird auch Ehrenpräsident Arnold Schwarzenegger zuteil. Er hat in Los Angeles seine volle Unterstützung für die Spiele in seiner Heimat angekündigt. „Es freut mich sehr, dass er uns die offizielle Zusage gegeben hat, eine Art Weltbotschafter für 2017 zu werden. Die Details und den Titel müssen wir noch besprechen, aber er wird sich für die Weltwinterspiele in der Steiermark engagieren und somit ein klares Zeichen setzen“, meint Kröll.

 

Sportliche Höchstleistungen

Doch noch einmal ein kurzer Blick zurück: Die Spiele in Los Angeles brachten der österreichischen Delegation 69 Medaillen (18 Gold, 21 Silber, 30 Bronze). Sportdirektor Heinrich Olsen und sein Stellvertreter Hans Schneider ziehen eine äußerst zufriedene Bilanz: „Wir haben sehr schöne Spiele erlebt, die österreichische Delegation ist positiv aufgefallen, hat sich vorbildlich verhalten und war optimal vorbereitet. Egal, welche Platzierung am Ende rausgeschaut hat, jeder Athlet hat sein Bestes gegeben. Wir haben einige Überraschungen und viele spannende Wettkämpfe erlebt. Österreich ist in Sachen Unified-Sport sicherlich ein Vorbild – in dem Bereich, in dem Unified-Partner gemeinsam mit Athleten Sport treiben, sich mit ihnen vorbereiten und sie in vielen Situationen begleiten. Das nehmen wir mit und wollen wir in Zukunft noch stärker ausbauen.“

Olsen beschreibt die Rolle Österreichs in der Special-Olympics-Bewegung und verweist dabei auf das Interesse vieler anderer Länder für die Arbeit und das Know-how der österreichischen Trainer und Betreuer: „Wir haben einige technische Delegierte und einen Vertreter im höchsten Gremium sitzen, das zeigt unsere große Kompetenz. Es waren sehr emotionale Summer Games und ich persönlich habe in Los Angeles viel Positives gesehen, aber auch ein paar Dinge, die man besser machen kann. Wenn wir gewisse Dinge vermeiden, dann bin ich davon überzeugt, dass die Spiele 2017 noch emotionaler, noch schöner, noch lebendiger und noch inklusiver werden. Die Special Olympics sind einfach die weltweit größte Inklusionsbewegung. Holen wir die Athleten in die Mitte und lassen wir sie zeigen, welches Potential sie haben. Wenn die Gesellschaft das versteht, worum es geht, dann brauchen wir nicht mehr darüber reden, dann findet Inklusion statt!“

 

 

Statements zu den Special Olympics World Summer Games in Los Angeles bzw. World Winter Games in Österreich 2017:

 

Hermann Kröll (Präsident Special Olympics Österreich):

„Ich bin mit der Anzahl der Medaillen äußerst zufrieden! Zumal man ja auch bedenken muss, dass wir in Los Angeles mehr Unified-Partner an den Start gehen ließen und somit die Gesamtzahl der Special-Olympics-Athleten geringer war als in der Vergangenheit. Unified, der Sport von Partnern mit Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, ist ein wesentlicher Teil für die Zukunft von Special Olympics. Genauso wie das Tanzen, das in Los Angeles als Demonstrationswettbewerb von einem österreichischen Team organisiert wurde und für sensationelles Feedback gesorgt hat.

Was mir besonders imponierte war, wie gut unsere Athleten bei schwierigen klimatischen Bedingungen und bei brütender Hitze zurecht kamen und welch großartigen Leistungen sie abriefen. Sie waren physisch und psychisch top vorbereitet, diesbezüglich möchte ich allen Trainern, Betreuern, aber auch den Vereinen und Verbänden, die mit uns zusammenarbeiten, ein großes Dankeschön aussprechen!“

 

Nationalratsabgeordneter Hermann Krist (Vizepräsident Special Olympics Österreich und ASKÖ-Präsident):

„Die Spiele in Amerika haben einmal mehr gezeigt, welch tolle Sportler unsere Athleten und wie gut sie wirklich drauf sind. Umso mehr müssen wir der Special-Olympics-Bewegung nicht nur in Bundesländern wie der Steiermark und Vorarlberg, die sicherlich Vorreiter sind, sondern in ganz Österreich einen noch größeren Stellenwert geben. Was unsere Athleten abliefern, ist Sport auf hohem Niveau, daher werde ich mich in Zukunft ganz besonders dafür einsetzen, dass Special Olympics auch weiterhin ein wichtiges Mitglied im organisierten Sport bleibt und nicht – wie von so manchem gewünscht – dem Sozialministerium zugeordnet wird. Die Spiele 2017 in Graz, Schladming und Ramsau kommen sicherlich zum richtigen Zeitpunkt. Wir werden mit den World Winter Games ein weiteres Zeichen für Special Olympics und die Inklusion von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in der Gesellschaft setzen können.“

 

Landesrat Christian Buchmann:

„Die Special Olympics sind ein ganz besonderer Event, der die gesellschaftliche Kultur für Integration und Inklusion verändert. Touristisch gesehen bieten die World Winter Games 2017 natürlich große Chancen, die Steiermark und das Grüne Herz stehen nun im internationalen Schaufenster. Daher werden wir einmal mehr der ganzen Welt zeigen, dass wir ein guter Gastgeber sind!“

  

Bürgermeister Jürgen Winter (Schladming):

„Für die Winter Games 2017 sind wir, was die sportliche Infrastruktur betrifft, schon sehr gut aufgestellt, auch in puncto Unterkünfte brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, Schladming und Ramsau haben mit 20.000 Betten genügend Kapazität. Was wir aber sicherlich im Rahmen der Möglichkeiten tun werden, ist die Verbesserung der vorhandenen Betteninfrastruktur, um diese den Notwendigkeiten für Sportler mit intellektueller Beeinträchtigung anzupassen. So wollen wir noch höhere Qualität in der Behindertengerechtigkeit erreichen.

Schladming, Ramsau und die gesamte Region freuen sich auf die Weltwinterspiele im März 2017, die Bevölkerung steht voll hinter diesem Großereignis, weil sie viele schöne Erlebnisse mit den Spielen 1993 verbindet. Und für uns als Region ist es natürlich eine weitere Möglichkeit, ein starkes Ausrufezeichen in puncto sportlicher Großveranstaltungen zu setzen.“

 

Sportstadtrat Kurt Hohensinner (Graz):

„Die Weltspiele hier in LA setzen eine neue sportliche und soziale Dimension. Die Grundidee, Menschen mit Behinderung mittels Sport zu fördern und somit bei ihren Stärken anzusetzen, wird durch die neuen Unified-Bewerbe in Richtung Inklusion weiterentwickelt. Organisatorisch gab es einige Beobachtungen, aus welchen wir in Graz lernen können. Von der Stimmung, Freundlichkeit und Inszenierung setzte diese Großveranstaltung neue Maßstäbe! Persönlich haben mich die Athleten beeindruckt, mit welcher Offenheit, Freude und Begeisterung sie an den Bewerben teilgenommen haben. Dieser Sportsgeist sollte für jeden von uns Vorbild sein!

Von den Spielen 2017 erwarte ich mir, dass sich alle Athleten als Gäste, aber auch sportlich wohlfühlen. Wir werden ihnen hinsichtlich Infrastruktur topmoderne Anlagen bieten. Darüber hinaus werden wir die Spiele als Leuchtturm für das Thema Inklusion nützen, damit Diversität nicht nur verstanden, sondern auch Step by Step gelebt wird.“

 

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